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Kinder
Kinder können von Karies verschont bleiben. Das ist unser
Angebot an Kinder. Karies ist eine Infektionskrankheit. Mit der
gemeinsamen Anstrengung von Eltern, Zahnarzt und Prophylaxeassistentin
kann eine Ansteckung vermieden werden oder zur Ausheilung gebracht
werden.
Mit kindgerechter Behandlung wird ein positives Zahnarzterlebnis
erzeugt. Bei früher Gewöhnung an den Zahnarzt wird meist
nur eine vorbeugende Behandlung nötig sein. Das bedeutet: Die
Kinder werden vom Zahnarzt nur mit einem schmerzlosen Laser auf
Karies untersucht und von den Prophylaxe-Assistentinnen wird nur
der Zahnbelag wegpoliert und eine Fluorlösung aufgepinselt.
Anschließend wird noch ein Schutzlack gegen die Kariesbakterien
aufgebracht.
Die Kinder, vor allem die Eltern, werden zu angemessener Mundhygiene
motiviert. Dazu dient eine Mundkamera, um Kindern die Probleme "im
Fernsehen" zu zeigen. Kariesrisikotests dienen zum Bestimmen
der Kariesgefahr.
Angestrebt wird eine völlige Mundgesundheit! Sollten Füllungen
oder vorbeugende Versiegelungen nötig sein, wird totale Schmerzfreiheit
angestrebt. Dazu gibt es auch eine Spritze ohne Nadeln.
Die drei Säulen der Zahngesundheit
Ernährung:
Der Konsum von Süßigkeiten muss kanalisiert werden. z.B.
Schokolade gibt es in meiner Familie nur einmal am Tag, oder es gibt eine definierte
und geringe Wochenration, oder Umgewöhnung auf Obst oder Karotten
als Belohnung statt Schokolade. Wenn die Oma nicht folgt? Soll sie
doch dann mit dem Kind zum Zahnarzt gehen! Oder soll Sie doch gleich
mit ihrem Stock dem Kind die Zähne einschlagen, der Effekt
ist derselbe.
Abends ist das letzte im Mund die Zahnbürste. Nachts keine
Getränke geben außer Wasser.
Wichtig ist: Tagsüber so selten wie möglich Süsses
im Mund haben. Es dauert etwa 20 Min., bis der Speichel den Zucker
wieder weggewaschen hat. Die Bakterien im Mund fressen den Zucker
und pinkeln dann Säure an den Zahn. Dadurch wird der Zahn zerstört.
Je kürzer die Zeiten mit Zucker im Mund sind, desto länger
sind die Zeiten in denen die Zähne durch den Speichel repariert
werden.
Mundhygiene:
Beim ersten Zahn damit beginnen! Beim liegenden Kind mit
einem Stofftuch oder Wattestäbchen ohne Zahnpasta die Zähnchen
kurz polieren. Das reicht. Es dient mehr der Gewöhnung ans Putzen als der Reinigung.
Ab dem 1. Jahr mit geringen Mengen Kleinkinderzahnpasta (zB. "Barbie"
von Sensodyne, "Thera-Med junior") putzen. Das Verschlucken
dieser kleinen Menge ist nicht zu verhindern, sogar erwünscht.
Es dient der Basisfluoridierung. Kinder eventuell selbst vorputzen
lassen, dann selbst nachputzen. Ein Kind verteilt nur Zahnpasta
im Mund, kann aber bis zum Alter von 8 Jahren nicht effektiv putzen. Ideal ist die elektrische
Kinderzahnbürste zB von ORAL-B, weil sie gut putzt und einen Timer
eingebaut hat.
Ab dem Erscheinen bleibender Zähne (6 Jahre) kann mit jeder
Zahnpasta geputzt werden. Ab 8 Jahren ist das Kind geschickt genug
für Zahnseide.
MERKE:
Wenn Sie selbst kein Vorbild beim
Zähneputzen sind, wird ihr Kind auch so putzen wie Sie!
So gesehen sind schlechte Zähne vererbbar. Das Verhalten wird
nämlich auch vererbt.
Fluor:
Fluor ist essentiell für unsere Zähne. Ohne Fluor gibt
es keine harten Zähne. In unserem Trinkwasser ist zuwenig davon
enthalten. Daher ist es wichtig, daß zusätzliches Fluor
gegeben wird. An die Skeptiker: Natürlich schadet zuviel
Fluor, aber zuwenig schadet auch. Fluor ist keine Tablette gegen
Karies. Das heißt, die Einnahme von Fluortabletten ermöglicht
nur die Bildung von hartem Zahnschmelz, es verhindert aber nicht
die Zerstörung von Zahnschmelz durch Kariesbakterien. Diese
können nur durch Putzen weggebracht werden.
Ernährung, Mundhygiene und Fluorgabe sind die drei Säulen
des gesunden Gebisses. Eine Säule allein trägt das Gebäude
nicht.
Im Sinne unserer Praxis und im Sinne der Zahngesundheit unserer
Kinder - Danke für Ihr Interesse.
Vereinbaren Sie einen Termin!
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